Youth Bank Zoom des Monats

Juli 2010: Youth Bank Alumni Erik Voigtsberger wird Praktikant im Verein Youth Bank Deutschland

zoom des monats Das freiwillige Engagement in einer lokalen Youth Bank ist zeitlich begrenzt – zum Beispiel durch den Umzug in eine andere Stadt, neue Interessen oder auch einfach aufgrund der gegebenen Altersbeschränkung (mit 25 ist Schluss) herrscht immer eine große Fluktuation. Trotzdem: Viele bleiben der Youth Bank-Idee auch nach ihrer Zeit als Aktive verbunden. So auch Erik Voigtsberger. Der 20-jährige Urberliner hatte sich auf dem Netzwerktreffen im April gerade erst aus der aktiven Arbeit verabschiedet. Über lange Jahre hat er sich bei der Youth Bank Treptow-Köpenick in Berlin und in der Core Group engagiert. Seit Ende letzten Jahres studiert er nun aber in Heidelberg Geschichte, Erziehungswissenschaft, Politik und Philosophie (Wow!) auf Lehramt –das ist mit seiner Tätigkeit in Berlin nicht mehr vereinbar. Schweren Herzens musste er sich deshalb von „seiner“ Youth Bank lösen. Da auch seine Teamkollegen wegzogen, hat die Youth Bank Treptow-Köpenick mittlerweile ihre Arbeit eingestellt.
Im August feiert Erik nun allerdings sein Comeback. Im Rahmen seines Studiums darf er ein Sozialpraktikum machen und wird dabei bis Oktober den Youth Bank Deutschland e.V. tatkräftig unterstützen. Für die Stelle hat er sich beworben, „weil ich Youth Bank als Programm wirklich toll finde, ja selber Youth Banker war“, so Erik.
„Ganz doll freu ich mich schon auf die Organisation des Netzwerttreffens im Oktober und auf die Zusammenarbeit mit Geschäftsführer Johannes.“
Als alter Youth Bank Hase ist er dabei sicher eine besonders große Unterstützung – schließlich war Erik selbst schon auf vielen Netzwerktreffen dabei.
Beim Youth Bank Deutschland e.V. ist man jedenfalls schon ganz begeistert: „Wir freuen uns natürlich sehr über seine Hilfe und hoffen, ihm Neues bei seinem Praktikum zeigen zu können“, meint Geschäftsführer Johannes Raffel, selbst ehemals aktiver Youth Banker.
Wir drücken die Daumen, dass dies gelingt und sagen: Herzlich Willkommen zurück, Erik!

Juni 2010: Berliner KPMG-Mitarbeiter coachen Youth Banker/-innen ehrenamtlich in Präsentationstechniken

zoom des monats Wie kann ich selbstbewusst vor einem Publikum auftreten? Wie bereite ich mich am besten auf eine bevorstehende Präsentation vor? Und was tun, wenn ich es mit dem berühmt-berüchtigten „Blackout“ zu tun bekomme?
Nicht nur für Youth Bankerinnen und Youth Banker sind diese Fragen von höchster Relevanz. Sei es auf dem KickOff der eigenen Youth Bank, bei Mikroprojektberatungen oder in Partnergesprächen – die selbstbewusste Präsentation der eigenen Person und der vertretenen Interessen ist eine wichtige Stärke, die gelernt sein will.

Vier Berliner Mitarbeiter des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens KPMG boten hierfür am 11. Juni die Möglichkeit. Acht Youth Bankerinnen und Youth Banker aus Berlin und Umgebung nutzten die Gelegenheit, an einem eigens für sie angebotenen Präsentationsworkshop teilzunehmen und sich die besten Tipps direkt bei den Experten abzuholen.

Daniela Galetto, Claudia Möhring, Verena Rudolph und Julian Kopmann von der KPMG führten die Jugendlichen gemeinsam durch den Tag. Im Mittelpunkt standen aber die Teilnehmer/-innen selbst – in Praxissimulationen konnten sie sich ausprobieren und bekamen im Anschluss viel hilfreiches Feedback. Durch die Analyse von Videomitschnitten konnten sich die Jugendlichen Stärken und Schwächen der eigenen Präsentationen vor Augen führen.
Teilnehmerin Carolin aus Halle zog zum Ende ihr eigenes Fazit: „Der Tag verging wie im Flug und in der abschließenden Feedbackrunde war jeder begeistert von diesem anstrengenden, aber lehrreichen Workshop. Vielen Dank nochmals an alle Organisatoren und Beteiligten – es war ein grandioser Tag in unserer schönen Hauptstadt!“

Mai 2010: Johannes Raffel wird neuer Geschäftsführer des Youth Bank Deutschland e.V.

zoom des monats Bald ist es soweit: Am 28. Juni 2010 wird der erste Geschäftsführer des Youth Bank Deutschland e.V. im Berliner Büro in der Schreinerstr. 58 seine Arbeit aufnehmen. Zuvor absolviert Johannes Raffel ein vorbereitendes Praktikum beim Youth Bank-Team in der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS).
Für viele Youth Banker ist Johannes ein bekanntes Gesicht. Er ist seit Ende 2006 im Youth Bank-Netzwerk aktiv. So hat er die Youth Bank Oldenburg mitgegründet und geleitet bevor er 2008 zur Leipziger Youth Bank wechselte. „Später konnte ich in der Core Group als Vertreter des bundesweiten Netzwerks auch Erfahrungen bei der Vorbereitung von Netzwerktreffen sammeln und war bei strategischen Entscheidungen beteiligt“, schildert er seinen weiteren Weg bei Youth Bank.
In zwei Bewerbungsgesprächen überzeugte Johannes das Auswahlteam, bestehend aus Vertretern der Core Group und des Vorstands des Youth Bank Deutschland e.V., insbesondere durch seine hohe Motivation, seine Zuverlässigkeit und seine Flexibilität. Auch passt der neue Geschäftsführer gut zur konsequenten Weiterentwicklung der Youth Bank-Bewegung: Johannes ist sowohl jugendlich, wie die Youth Bankerinnen und Youth Banker, als auch erwachsen und somit gut für die Kommunikation mit Kooperationspartnern geeignet.
„Die Leitung des bundesweiten Netzwerks von 20 Youth Banks ist eine große Herausforderung“, schätzt Johannes seine zukünftigen Aufgaben realistisch ein. „Aber ich will mich der Herausforderung stellen, da ich von der Youth Bank-Idee überzeugt bin und großen Spaß an der Arbeit mit produktiv arbeitenden und ehrenamtlich tätigen Jugendlichen habe“. Er freut sich auf den Aufbau der Geschäftsstelle, auf die Kooperation mit finanziellen und ideellen Partnern und auf die Unterstützung der lokalen Youth Banks. Eine von Johannes ersten Aufgaben wird die Akquise von finanziellen Mitteln für die Verstetigung des Youth Bank-Netzwerkes sein. Doch zum Glück steht er nicht alleine da: Das Leitungsteam, bestehend aus Vereinsvorstand, der Core Group sowie dem Büroteam in der DKJS, unterstützt Johannes bereits tatkräftig beim Fundraising.
Wir sagen: Herzlich Willkommen Johannes und wünschen dem neuen Geschäftsführer viel Erfolg!

April 2010: Die Youth Bank Bielefeld zieht Bilanz

zoom des monats Am Anfang waren sie dann doch etwas skeptisch. Wen würden sie in Berlin treffen? Was waren das für Menschen und wie wurden sie als „Frischlinge“ aufgenommen werden? Doch schon bald nach der Ankunft im Jugendhotel in Berlin-Schöneberg verflogen die Bedenken und die Youth Bank Bielefeld fühlte sich beim Youth Bank Netzwerktreffen willkommen.
„Ich war begeistert so viele andere junge und engagierte Menschen zu treffen“, freut sich Youth Bankerin Georgia Temke.
Zusammen mit zwei weiteren Youth Bankern hatte sie sich aus Bielefeld aufgemacht nach Berlin. Im Gepäck viele Fragen rund um das Programm Youth Bank und die tägliche Arbeit darin. Die Youth Bank Bielefeld gibt es erst seit November 2009. Entsprechend groß war der Informationsbedarf, erklärt Georgia: „Nach unserem Kick-Off hatten wir noch Probleme in der Stadt bekannt zu werden. Vom Netzwerktreffen hatten wir uns deshalb einen Erfahrungsaustausch mit den anderen Youth Bankern erhofft, um zu erfahren wie die es mit der Öffentlichkeitsarbeit halten.“ Im Nachhinein, so erzählt Georgia weiter, war der Austausch ein voller Erfolg. Von der Youth Bank Ludwigsburg erfuhren sie zum Beispiel, dass die Youth Banker dort Sitzungen der Schülervertretung besuchen, um auf sich aufmerksam zu machen. „Das wollen wir jetzt auch tun. Nächste Woche haben wir unseren ersten Termin.“ Zum Start des zweiten von ihnen betreuten Mikroprojekts wollen sie zudem aktiv auf die Presse zugehen und mit Flyern um Aufmerksamkeit werben.
Doch neben den Youth Bankern aus Ludwigsburg haben die Bielefelder nun auch Kontakt mit Jugendlichen in anderen Städten: „Mit Wiesbaden, mit Ansbach und Essen. Auch mit Braunschweig“, zählt Georgia auf. Mit letztgenannter Youth Bank wollen sie auch das neue Audit-Konzept umsetzen, was auf dem Netzwerktreffen beschlossen wurde.
Entsprechend positiv fällt Georgias Rückblick auf die drei Tage in Berlin aus: „Bei einigen Diskussionen war es zwar manchmal auch anstrengend, aber insgesamt war alles toll!“

März 2010: Youth Bank Coach Jennifer Küppers im Einsatz

zoom des monats So konsequent wie bei Youth Bank wird der „Peer-to-Peer“-Ansatz in kaum einem anderen Bereich des Jugendengagements umgesetzt. Auf allen Ebenen sind Jugendliche beteiligt und gestalten die Youth Bank Bewegung aktiv mit. Da ist es schon fast selbstverständlich, dass auch das Coaching von Neugründungsinitiativen aus dem Netzwerk der Youth Bankerinnen und Youth Banker heraus erfolgt. Ganz nach dem Motto „Von Jugendlichen für Jugendliche“ beraten und begleiten erfahrene Youth Banker als Coaches interessierte Initiativen auf ihrem Weg zur eigenen, lokalen Youth Bank.
Einer dieser Coaches ist Jennifer Küppers von der Youth Bank Essen. Zusammen mit zwei Freunden stieg sie 2007 in Netzwerk ein und war Mitgründerin ihrer Youth Bank. Mehr durch Zufall waren die drei auf das Modell aufmerksam geworden. Fast schüchtern machten sie sich an die Sozialraumanalyse und klopften vorsichtig beim städtischen Jugendamt an. Um so größer war dann die Freude, als sie dort offene Türen einrannte. „Da geht man sooo klein rein und wenn man raus kommt, hat man das Gefühl die ganze Welt verändern zu können“, erinnert sich Jenny begeistert.
Nachdem sie sich schon in der Core Group engagierte, entschloss sich Jenny Anfang 2009 an der Coaching-Schulung teilzunehmen. „Ich wollte neue Leute und neue Städte kennenlernen“, begründet sie ihre Entscheidung.
Vor kurzem hat Jenny dann in Duisburg ihr erstes Coaching übernommen und freut sich schon sehr darauf, mit den Jugendlichen vor Ort das soziale Umfeld zu erkunden. Mit der Bürgerstiftung Duisburg ist auch bereits ein tatkräftiger und begeisterter lokaler Partner gefunden. „Die haben ein großes Netzwerk und zusammen wollen wir viele Jugendliche für Youth Bank begeistern“, erklärt Jenny mit Tatendrang. Sie freut sich auf das gemeinsame „Klinkenputzen“ – genauso wie sie es noch von ihrer eigenen Neugründung in Essen kennt.
Durch Jennys Einsatz in Duisburg sind damit derzeit alle Youth Bank Coachs quer durch Deutschland unterwegs. Für weitere Neugründungen stehen sie somit voraussichtlich nicht vor Herbst 2010 zur Verfügung.

Januar 2010: Sebastian Schorsch ist Vorstandsmitglied des Youth Bank Deutschland Vereins.

zoom des monats Sebastian Schorsch ist ehrenamtlich Youth Banker und „hauptberuflich“ Student – im Interview für den aktuellen DKJS-Newsletter verrät er mehr über sein Engagement und auch die damit zusammenhängenden Herausforderungen.

Stellst du dich kurz vor?
Ich bin der Sebastian Schorsch, bin 21 Jahre alt und komme aus Leipzig. Ich studiere Bachelor Wirtschaft swissenschaften und bin seit Mitte 2008 bei der Youth Bank Leipzig dabei.
Was war ein besonderer Moment als Youth Banker?
Wenn man die Menschen, die hinter den Projekten stehen, kennenlernt und vielleicht noch ein paar Tipps gibt. Das sind schöne Augenblicke. Man hat das Gefühl, mehr zu tun, als nur einen Antrag zu unterschreiben. Dieses Zwischenmenschliche sollte viel mehr fokussiert werden: „Ich gebe euch nicht nur Geld, ich berate euch auch.“
Und Herausforderungen?
Schwierig ist, Privatleben und Uni oder Schule zu vereinen mit dem ehrenamtlichen Engagement. Das ist manchmal ein Zeitproblem und eine Motivationsfrage. Und momentan fehlt das Gefühl der Anerkennung. Nicht bei Leuten, die uns jetzt schon unterstützen. Das ist eine super Zusammenarbeit. Aber bei potentiellen Förderern beißt man sich ein bisschen die Zähne aus. Und das Nachwuchsproblem.
Weil Jugendliche heute weniger Lust haben, sich zu engagieren?
Es liegt wohl eher daran, dass viele gar nicht die Möglichkeiten kennen. Beziehungsweise haben sie so viele Möglichkeiten, dass sie irgendwie überhäuft werden. Ich glaube, der Wille zum Engagement ist da, aber das Richtige zu finden, ist dann schwierig.
Was nimmst du für dich mit aus Youth Bank?
Dass man geduldig ist. Denn es kommt nicht immer alles so, wie man das gerne haben möchte. Gerade, wenn man mit Jugendlichen arbeitet. Das ist ganz normal, da läuft nicht alles reibungslos. Und ich war vorher kein kommunikativer Mensch, aber durch die Arbeit bei der Youth Bank, wo man auf andere zugehen muss, bin ich auf jeden Fall kommunikativer geworden.

Mehr zu Youth Bank und auch zu anderen Programmen der DKJS gibt es im aktuellen DKJS-Newsletter unter http://www.dkjs.de.

Dezember 2009: Die jugendlichen Projektmacher von f/12, Umbau der Dirtanlage und Queer Media.

zoom des monats Seit 2004 wurden mittlerweile fast 1000 Mikroprojekte durch Youth Bank gefördert. Um die Mikroprojekte noch einmal zu ehren, die den Youth Bankern ganz besonders in Erinnerung geblieben sind, rief die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung im September zu einem Mikroprojekt-Wettbewerb auf.
Die einzelnen aktiven und ehemaligen Youth Banks konnten ihnen besonders in Erinnerung gebliebene Projekte nominieren und trafen eine Vorauswahl von 9 Projekten. Eine Jury aus Core Group (der jugendlichen Steuerungsgruppe) sowie DKJS-Mitarbeitern beriet über die Bewerbungen und entschied sich schließlich für drei herausragende Mikroprojekte. Diese wurden am 5. Dezember 2009 im Rahmen der Veranstaltung „jung&engagiert – Das Youth Bank Gipfeltreffen“ in Berlin durch Dr. Heike Kahl, Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, sowie den Vorsitzenden des Stiftungsrats, Prof. Dr. h.c. Lothar Späth vor rund 120 Gästen geehrt.
Die Auswahl dieser herausragenden Mikroprojekte ist dabei so vielfältig wie die gesamte Bandbreite der annähernd 1000 durch Youth Bank geförderten Projekte. Den dritten Platz und damit eine erneute Projektförderung im Wert von 200 Euro erhielt der 24-Stunden-Fotowettbewerb „f/12“, in dem jugendliche Nachwuchs-Fotografen zu zwölf Themen ihren eigenen Blick auf die Stadt Magdeburg zeigen konnten. Den zweiten Platz machten die Mountainbike- und BMX-Freunde mit ihrem „Umbau der Dirtanlage“. Mit viel Engagement und Manpower bauten sie mit finanzieller Unterstützung der Youth Bank Magdeburg eine einfache BMX-Strecke zu einer der größten Dirt-Anlagen Deutschlands um. Gewürdigt wurde dies mit einer erneuten Projektförderung im Wert von 300 Euro.
Einem ganz anderem Thema widmen sich mit ebensoviel Engagement die Gewinner des ersten Preises im Youth Bank Mikroprojektwettbewerb: Die Initiatoren des Medienprojekts „Queer Media“ wollten die mediale Unterrepräsentanz von Schwulen und Lesben in Deutschland ausgleichen und produzierten daher Videoclips mit Themen wie Coming Out, homosexuelle Personen des Zeitgeschehens aber auch HIV/AIDS, die zunächst im Internet und mittlerweile sogar im Lokalfernsehen zu sehen sind. Für diese nachhaltige Verbindung von Medientraining und schwul-lesbischer Jugendarbeit erhielten die Projektmacher eine erneute Projektförderung von 400 Euro.
Als besondere Überraschung verdoppelte der Vorsitzende des Stiftungsrates alle Gewinne und verlieh damit seiner Begeisterung für die kreativen Projektideen nochmals Nachdruck.
Auch an dieser Stelle des Gewinnern noch mal „Herzlichen Glückwunsch“ und viel Spaß beim Umsetzen der nächsten Ideen! Mögen noch viele weitere folgen.

November 2009: Vorstand des Youth Bank Deutschland e.V. und die Core Group

zoom des monats Am 3. Oktober war es soweit: Nach langer Planung, vielen Arbeitstreffen noch mehr Gesprächen und Diskussionen wurde am Rande des Youth Bank Netzwerktreffens in Regensburg der Youth Bank Deutschland e.V. aus der Taufe gehoben. Darin engagieren sich die Youth Bankerinnen und Youth Banker aus ganz Deutschland zukünftig noch stärker für das Programm. Schritt für Schritt übernehmen dabei die Jugendlichen Verantwortung und Aufgaben in der bundesweiten Begleitung der lokalen Youth Banks.

Der Vereinsvorstand wird selbstverständlich auch von den Jugendlichen gestellt. Auf der Gründungsversammlung wurden Jana Beyer (Youth Bank Köln), Jennifer Küppers (Youth Bank Essen), Kevin Lüdemann (Youth Bank Magdeburg), Martin Schwarz (Youth Bank Ansbach) und Sebastian Schorsch (Youth Bank Leipzig) in den Vorstand gewählt. Matthias Köpke (Youth Bank Marzahn-Hellersdorf) übernimmt die Kassenprüfung. Er sitzt auch in der neugewählten Core Group, in der auch Friedrich Leukert (Youth Bank Rostock), Ildikó Jahn (Youth Bank Leipzig) und Silvana Götz (Youth Bank Halle, sowie Malte Fiedler (Youth Bank Flensburg Alumni) und Johannes Raffel (Youth Bank Leipzig) vertreten sind.

Mit der Gründung des Vereins beschreitet Youth Bank einen weiteren Schritt hin zu einer in ganz Deutschland verankerten Bewegung. Die Jugendlichen, ihnen voran der Vereinsvorstand und die vom Netzwerk gewählte Core Group, nehmen die Zukunft von Youth Bank langsam in die eigenen Hände.

Wie rund 150 weitere Youth Bankerinnen und Youth Banker in Deutschland engagieren sich die Mitglieder des Vereinsvorstands und der Core Group in ihrer Freizeit für jugendliche Interessen in ihrer Stadt und darüber hinaus. Mit den zusätzlichen Ämtern übernehmen die neun nun noch ein bisschen mehr Verantwortung – für die Vernetzung der Youth Banks untereinander, für das Bereitstellen von Arbeitshilfen und nicht zuletzt für die Finanzierung. Für diesen Einsatz darf man ihnen, ebenso wie allen anderen Youth Bankerinnen und Youth Bankern, sicher eine gute Portion Respekt zollen.

September 2009: Andreas Ruff und das Team von Townload Essen

zoom des monats „Alles was geht in Essen“ – darüber können sich Jugendliche auf www.townload-essen.de umfassend informieren.
Die Informationen über die einzelnen Essener Stadtteile und unterschiedliche Jugendangebote sind nicht nur für Jugendliche besonders interessant, sie werden auch von Jugendlichen recherchiert, geschrieben und ins Netz gestellt. Initiiert wurde dieses Peer-to-peer-Angebot vom Jugendamt Essen und wird federführend begleitet durch den einziges Erwachsenen im Team: der Leiter von „Townload“ Andreas Ruff. Er steht den jugendlichen und ehrenamtlichen Schreiberlingen des Townload-Teams beratend zur Seite – ansonsten entscheiden diese aber selbst darüber, welche Berichte über Musik, Kommunalwahlen, verschiedene Projekte oder auch welche Termine auf die Seite geladen werden.
Gelebte Jugendbeteiligung – und weil das so gut zu „Youth Bank“ passt, findet man seit kurzem auch Beiträge der Essener Youth Banker auf der Townload-Seite. Durch die aktuell eingegangene Kooperation erscheinen unter der Rubrik „Dein Projekt“ Informationen zur Youth Bank selbst sowie zu den geförderten Mikroprojekten. Der Youth Banker Marc Hörcher (auf dem Foto rechts - mit dem Leiter von Townload Andreas Ruff, zwei ehrenamtlichen Mitgliedern des Townload-Teams sowie Franziska Klein, ebenfalls Youth Bank Essen) erklärt dazu: „Jugendliche, die auf Townload surfen, erfahren mehr über Youth Bank und bekommen durch die vorgestellten Projekte einen Eindruck darüber, was man alles mit einer Idee und ein bisschen Unterstützung auf die Beine stellen kann. Im besten Fall bekommen sie dadurch Lust, selbst etwas zu organisieren. Wir von der Youth Bank Essen sind dankbar für die tolle Kooperation und die stets kompetente technische Beratung.“
Und auch über diese Zusammenarbeit hinaus gibt es viele Anknüpfungspunkte zwischen der Youth Bank, dem Jugendamt und der Stadt Essen: Schon in Kürze wird ein Heft zum Thema „Mitwirkung! – Partizipation im Schulalltag“ in Druck gehen, in dem unter anderem die Youth Bank und einige ihrer Mikroprojekte detailliert vorgestellt werden. Schüler sollen dadurch motiviert werden, selbst ehrenamtlich Projekte an den Start zu bringen – und das Geld dafür bei der Youth Bank Essen zu beantragen. Man darf also gespannt sein!
Insgesamt ein tolles Beispiel für eine gelungene lokale Kooperation – und daher auch unser Zoom des Monats im September.

August 2009: Youth Bank-Unterstützerin Solveig Homeyer von den Greenline Hotels

zoom des monats Eine interessante Möglichkeit zum Austausch mit lokalen Kooperationspartnern bot sich für die Teilnehmer des Youth Bank Entwicklungsworkshops vom 21. - 23. August in Berlin. Zu Gast war Solveig Homeyer (Foto 2. v.r.), freie Mitarbeiterin im Marketing von GreenLine Hotels. Mit den weiteren Teilnehmern aus lokalen Youth Banks und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung sprach sie über die Kooperation zwischen GreenLine Hotels und der Youth Bank Marzahn-Hellersdorf.
Im Rahmen einer sogenannten „Fishbowl“, einer offenen Diskussionsrunde, hatte jeder Workshop-Teilnehmer die Möglichkeit, selbst Platz auf dem heißen Stuhl zu nehmen und Fragen zu stellen. Diese Möglichkeit wurde rege genutzt – besonders interessant waren für die Youth Banker die Gründe für das Engagement von GreenLine, Youth Bank finanziell zu unterstützen.
Solveig Homeyer erklärt „Für GreenLine als Unternehmen ist es wichtig, sich vor Ort für soziale Zwecke einzusetzen. Jugendliche Ideen zu unterstützen, ist dabei eine besonders gute Form des sozialen Engagements“. Das Konzept von „Youth Bank“ und der persönliche Kontakt zu den Youth Bankern habe die Hotelkette dann schließlich von dem Programm überzeugt.
Die Youth Banker nahmen aus diesem Treffen wichtige Informationen mit, die in ihre Zukunftsvorstellung der Youth Bank Idee einfließen werden. In der verbleibenden Zeit des dreitägigen Workshops wurde jedenfalls intensiv über die weitere Entwicklung diskutiert. Solch ein Engagement, wie es GreenLine in Marzahn-Hellersdorf leistet, soll an möglichst vielen weiteren Youth Bank Standorten gewonnen werden, damit Youth Bank als erfolgreiches Modell in ganz Deutschland verankert werden kann.

Juli 2009: Die Schnellsten unter den Youth Bankern: Matthias Köpke, Ildikó Jahn und Jennifer Küppers

zoom des monats Idyllisch, direkt am Liebenberger See in Brandenburg, liegt das Bundesleistungszentrum Kienbaum. Normalerweise nutzen vor allem Deutschlands Spitzensportler dieses Zentrum zur Wettkampfvorbereitung. Normalerweise. Nicht so am Wochenende des 03. bis 05. Juli 2009.
Denn an diesem Wochenende trafen sich hier rund 130 Studierende sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Wirtschaftsprüfungs und –beratungsunternehmens KPMG, um gemeinsam für den guten Zweck zu laufen. Konkret hieß dieser gute Zweck „Youth Bank“, denn das Youth Bank Programm ist der derzeitige„People Charity“ Partner der KPMG.
Natürlich durften daher bei diesem sportlichen Event auch die Youth Bankerinnen und Youth Banker nicht fehlen. Vertreten wurden diese einerseits durch Tania Zaman und Christian Hahn aus der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, andererseits durch den Berliner Matthias Köpke (Foto), die Essenerin Jennifer Küppers und die Leipzigerin Ildikó Jahn. Diese drei sind selbst in lokalen Youth Banks aktiv und engagieren sich darüber hinaus noch – ebenfalls ehrenamtlich – in der bundesweit agierenden Steuerungsgruppe, der „Core Group“.
Dass sie neben diesem ehrenamtlichen Engagement auch noch sportlichen Ehrgeiz mitbringen, zeigten die Jugendlichen in Kienbaum. Trotz schweißtreibender 30 Grad absolvierten sie den Parcours von 4,3 Kilometern erfolgreich bis in´s Ziel. Damit leisteten sie ihren tapferen Beitrag und erreichten gemeinsam mit ihren über 100 Mitstreitern eine Spendensumme von über 17.000 Euro, die KPMG dann noch großzügig auf 20.000 Euro rundete. Na wenn das kein Grund zum Feiern ist! Vielen Dank an KPMG, die vielen freiwilligen Läufer sowie unsere drei Hobbysportler, die Youth Bank wieder einmal hervorragend vertreten haben.

Juni 2009: Prozessbegleiterinnen Frances DeWolf Hoffmann und Katrin Greve-Grönebaum

zoom des monats „Youth Banks fördern Jugendengagement und Jugendbeteiligung überall in Deutschland“ – so lautet die Vision, an der Youth Banker, die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) und ihre Partner gemeinsam arbeiten. Youth Bank ist seit Programmbeginn 2004 ein Modellprojekt. Und weil über 900 durchgeführte Projekte in elf Bundesländern gezeigt haben, wie erfolgreich das Youth Bank Modell ist, gilt es nun, die Idee nachhaltig zu verankern. Aus einem Modellprojekt entsteht ein Projekttransfer.

Dazu gewinnen die bestehenden Youth Banks lokale Kooperationspartner, die ihre Arbeit auch finanziell unterstützen. Dazu gründen Jugendliche neue Youth Banks – mit Unterstützung von Bürgerstiftungen, Kommunen und privaten Partnern. Und dazu bauen die DKJS, Youth Banker und Partner gemeinsam ein „Kompetenzzentrum“ (Arbeitstitel) auf, das die Arbeit der Youth Banks in Deutschland begleitet und die Idee weiter verbreitet.

Ab sofort wird der Gründungsprozess des Kompetenzzentrums von zwei erfahrenen Moderatorinnen und Organisationsentwicklerinnen begleitet. Die freiberuflich tätige Frances DeWolf Hoffmann sowie Katrin Greve-Grönebaum von der Politik- und Organisationsberatung BRIDGES waren am 13. und 14. Juni zum ersten Mal bei einem Arbeitstreffen von DKJS und Youth Bankern dabei. Sie moderierten das Gespräch, spiegelten immer wieder die Diskussion und fokussierten die Aufmerksamkeit auf wichtige Punkte. Mit einer erfolgreichen Mischung aus Geduld, Einfühlungsvermögen und – wenn nötig – Strenge führten sie die fünfzehn Mitglieder der Arbeitsgruppe durch die zwei Tage und zu wichtigen Verabredungen für die Arbeit der nächsten Monate. Schon zum Jahreswechsel 2009/10 soll das Kompetenzzentrum die Arbeit aufnehmen.

In der Vorstellungsrunde zu Beginn des Treffens hatten Frances und Katrin ihre Aufgabe so formuliert: „Wir wollen euch als ‚kritische Freundinnen’ durch die Veranstaltung begleiten und unterstützen.“ Am Ende wurde klar: Mission erfüllt! Daher ist es kein Wunder, dass die beiden auch den weiteren Transferprozess begleiten werden. Denn gute Freunde braucht jeder!