Youth Bank Zoom des Monats

Mai 2012: „Raus aus der Hochschule und selbst etwas gestalten“, das war das Motto von Magdeburger Student_innen, die keine Lust mehr hatten, nur theoretisch über Bilder und deren Wirkung zu sprechen.

zoom des monats „Raus aus der Hochschule und selbst etwas gestalten“, das war das Motto von Magdeburger Student_innen, die keine Lust mehr hatten, nur theoretisch über Bilder und deren Wirkung zu sprechen. Am produktivsten lernt man doch praktisch und im Team. So entstand das Projekt „Frohe Zukunft“, bei dem die Student_innen kreativ wurden und sich gleichzeitig mit wichtigen Themen auseinandersetzten.
Zu allererst war es wichtig, das richtige Haus zu finden, am Besten eins mit Atmosphäre. Fündig wurden die Student_innen dann auch und zwar handelt es sich um ein brache liegendes Firmengebäude in Magdeburg, welches schon seit 1999 leer steht und in dem früher die Düsentriebwerke für die deutschen Streitkräfte im zweiten Weltkrieg gebaut wurden. Ein Haus mit Geschichte also. Der nächste Schritt bestand darin, das Haus erstmal von dem Schutt zu befreien, die kaputten Türen zu entfernen und sich um eine funktionierende Stromverbindung zu kümmern. Da war es wichtig, dass die Aufgaben verteilt waren und jeder mitgeholfen hat. Nach der aufreibenden Müllentsorgung, hatten die Student_innen nun die Möglichkeit die Räume nach Ihrer eigenen Vorstellung zu gestalten. Also entschieden sie sich in Gruppen aufzuteilen und zum Thema „Frohe Zukunft“ zu brainstormen. Daraus entstanden dann einzelne Themenräume zu Massentierhaltung, Politik, psychische Krankheiten, Einsamkeit und vieles mehr, alles was es zum Thema „Frohe Zukunft“ zu sagen gibt eben.
Dabei wurde nicht nur das Haus und somit das Stadtviertel künstlerisch aufgewertet, auch die jungen Menschen konnten Ihre Kompetenzen dabei stärken. Bei den Verzerrungen der Bilder zum Beispiel zu Obama und zu Merkel, wurden die Student_innen daraufhin sensibilisiert, inwieweit Bilder auch in den Medien eine wichtige Rolle spielen und das man darauf auch ein kritischen Blick haben sollte.
Zudem konnten sie aktiv lernen, wie man sich im Team am Besten einbringt, die Stärken eines einzelnen dabei nicht verloren gehen und das Ganze auch mal über Referate hinaus bei einem kreativen Projekt.
Im Endeffekt können und sind die Student_innen aus Magdeburg wirklich stolz auf sich, denn das Resultat ist wirklich super geworden. Mehr sehenswerte Bilder findet Ihr auf der Facebookseite des Teams: www.facebook.com/frohezukunft.
Viel Spaß beim Anschauen und danke an die Magdeburger Youth Bank, die dieses Projekt unterstützt hat!:)

März 2012: Seit über einem Jahr arbeitet Clara beim Youth Bank Deutschland e.V., mittlerweile auch in der Geschäftsführung. Hier ist Eure Möglichkeit sie besser kennenzulernen.

zoom des monats Clara arbeitet nun schon seit einem Jahr beim Youth Bank Deutschland e.V.. Zuerst als Projektleiterin für bundesweite jugendliche Projekte, mittlerweile ist sie ein Teil der komissarischen Geschäftsführung.
Damit Ihr sie und ihre Motivation für den Youth Bank Deutschland e.V. zu arbeiten, erfahrt, haben wir sie für Euch interviewt.
Viel Spaß beim Kennenlernen :)

Was hat dich eigentlich bewegt, dich beim Youth Bank Deutschland e.V. zu bewerben?
- Das Konzept Youth Bank habe ich über Johannes kennen gelernt. Wir haben beide in Wroclaw (Polen) unser Erasmussemester verbracht. Als die Stelle als Projektleiter_in bei Youth Bank für Think Big ausgeschrieben wurde, habe ich mich gleich beworben.
Mir war schon immer wichtig, dass Menschen - egal welchen Alters und welcher sozialen Situation - sich im Klaren darüber sind, dass sie Einfluss auf ihr Lebensumfeld haben und dies mitgestalten können. Dazu braucht man ein bisschen Mut und jemanden, der einen mitnimmt. Youth Bank ist ein super Modell für so eine Partizipationsmöglichkeit. Youth Bank heißt für mich, junge Menschen ernst zu nehmen. Und Ernstnehmen bedeutet, sie an der Gesellschaft teilhaben zu lassen und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre eigenen Ideen zu realisieren. Es heißt aber auch, das Bewusstsein zu erwerben, Verantwortung für sich und seine Umwelt übernehmen zu können und zu wollen!
Ich kann nur gut und motiviert arbeiten, wenn ich das Gefühl habe, das, was ich mache, ist sinnvoll. Und das Gefühl habe ich hier bisher immer gehabt.

Beschreibe für uns mal bitte einen Arbeitstag als komissarische Geschäftsführerin, wo liegen die Schwerpunkte in deiner Arbeit?
- Arbeitstage bei Youth Bank können total unterschiedlich aussehen, meistens beginnt der Tag jedoch im Büro. Da werden E-Mails von Youth Banker_innen beantwortet, Kooperationen aufgebaut, Treffen geplant, Besprechungen abgehalten, Telefonate geführt - wir versuchen hier all das am Laufen zu halten, was den Verein ausmacht. Dazu gehört eigentlich alles, was Youth Banker_innen schon im Kleinen kennen, ob wir nun Jahresabrechnungen machen oder Plakate entwerfen, ob wir Förderpartner suchen oder unsere Schritte für die nächste Zeit durchgehen. Wichtig ist vor allem in Kontakt mit dem Vorstand und dem Netzwerk zu bleiben, um nicht autark als Büroteam zu handeln, sondern die richtigen Entscheidungen mit dem Hintergrundwissen über das Netzwerk zu treffen.
Außerdem bin ich Ansprechpartnerin für Think Big, also die bundesweite Projektförderung, die wir seit 2011 durchführen.

Was denkst du, kann Youth Bank noch weiterhin gesellschaftlich verändern?
- Bei Youth Bank geht's sehr viel darum, zu erkennen, was die eigenen Bedürfnisse sind und wie man sie artikulieren und umsetzen kann. Die Vielzahl von Ideen, die über Youth Bank zu Projekten werden, zeigen vor allem eins: Jugendliche sind vielseitig, haben unterschiedliche Träume und Ansprüche. Das ist nicht eine Masse von Menschen, die alle nur dasselbe wollen, sondern da ist genau das abgebildet, was eine Gesellschaft ausmacht. Pluralität. Und wenn man diesen Menschen die Chance gibt, ihre Bedürfnisse nach außen zu tragen und sie zu entwickeln, hat man eine ziemliche aktive, engagierte und wahrscheinlich sehr zufriedene Zivilgesellschaft. Das ist doch richtig gut!

Januar 2012: Gesine Schwan wird Schirmherrin der Youth Bank Bewegung

zoom des monats "Youth Bank ermöglicht ehrenamtliches Engagement. Vorbildlich, jung, engagiert und wirklich unterstützenswert!" (Prof. Dr. Gesine Schwan)

Die Präsidentin der Humboldt-Viadrina School of Governance und renommierte deutsche Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Gesine Schwan unterstützt ab sofort die Youth Bank Idee mit Wort und Tat. Die Youth Banker_innen Johannes Raffel und Kim Salm konnten am 18. Oktober die neue Schirmherrin in einem persönlichen Gespräch als Fürsprecherin für das bundesweite Netzwerk jugendlicher Projektberater_innen gewinnen. Neben dem Werben für Youth Bank im Alltag will Frau Schwan jährlich eine Aktion mitgestalten.

Aus einer sozial engagierten Familie stammend, die im Nationalsozialismus protestantischen und sozialistischen Widerstandskreisen angehörte, macht sich Frau Schwan in verschiedensten Funktionen und seit vielen Jahren stark für bürgerschaftliches Engagement – "wir brauchen eine starke Zivilgesellschaft, um die Demokratie zu sichern“(Prof. Dr. Gesine Schwan). In ihrem neusten Vorhaben, der Humbold-Viadrina School of Governance, will sie engagierten Akteuren das nötige Rüstzeug an die Hand geben, um mit ihren konkreten Projekten Gesellschaft verändern zu können.

Verantwortung für ihr Umfeld übernehmen auch von Youth Banker_innen und geförderte jugendliche Projektemacher_innen. Kurzfristig, unbürokratisch und auf Augenhöhe werden gemeinnützige Projektideen von 15-25jährigen ermöglicht. „Jugendliche haben viele gute Ideen, damit sie nicht am Geld scheitern müssen, gibt es Youth Banks“, meint Jan Bergner, 20 und Vorstandsmitglied des bundesweiten Trägervereins. Gemeinsam mit Frau Schwan will die Youth Bank Bewegung noch mehr Jugendliche für ehrenamtliches Engagement begeistern. Ärmel hochkrempeln und los geht’s!

September 2011: Zwei Schülerinnen aus Ravensburg gestalteten mit großem Erfolg den "Integrationskurs"

zoom des monats Integration ist Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Aber Integration muss auch erstmal möglich gemacht werden. Dafür setzten sich Eva Wohlfahrt und Marisa Kunze ein, indem sie einen Integrationskurs gestalteten.

Dieser bestand einerseits aus Unterrichtsmodulen, bei denen die Schülerinnen mitunter Landeskunde, Telefontraining oder Sprachunterricht unterrichteten. Andererseits organisierten Eva und Marisa auch Exkursionen zur Ravensburger Polizeistelle, in den Landtag von Baden-Württemberg und zum Berufsinformationsbüro.

"Ohne zu zögern können wir sagen, dass es uns trotz all dem Stress und der Aufopferung eines großen Teils unserer Freizeit, begeistert und weiter gebracht hat", so berichteten sie nach Ende des Kurses. Die Zeit steckten sie unter anderem in die Vorbereitungen und Durchführung jeder Unterrichtsstunden. Sie bastelten beispielsweise "Bundesländer Puzzleteile", welche die Teilnehmer_innen mit Migrationsgeschichte in der Unterrichtsstunde zusammen setzten und die Geographie Deutschlands schnell erlernten.

Die Teilnehmer_innen des Kurses waren im Alter von 23 bis 58 Jahren und stammten aus vielen verschiedenen Ländern wie zum Beispiel Ecuador, Peru, den Philippinen oder Russland. Alle waren von dem Kurs begeistert! Ein Teilnehmer stellte am Ende des Kurses fest: "Es sollte nicht nur eine einmalige Sache sein, sondern eine ständige Einrichtung."

Durch die finanzielle und ideelle Unterstützung der Youth Bank Ludwigsburg konnte das großartige Projekt ein voller Erfolg werden!
Gratulieren konnten nicht nur die Youth Banker_innen vor Ort, sondern auch Geschäftsführer Johannes Raffel, der im Zuge der Preisverleihung von Jugend Hilft! Marisa und Eva in Berlin treffen konnte. „Herzlichen Glückwunsch zu diesem vorbildlichen Engagement!“

August 2011: Zum 1.9.2011 übergibt Jan Bergner seine Aufgaben an die neue FSJ’lerin Kim Salm

zoom des monats Ursprünglich kommt Kim Salm (19) aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Frankfurt am Main, vor Kurzem wechselte sie ihren Wohnort für Ihre FSJ-Stelle bei Youth Bank in die Metropole Berlin. Nach ihrem erfolgreich absolvierten Abitur möchte sie jetzt Großstadtluft schnuppern und sich für die Gesellschaft engagieren. Warum sie sich für Youth Bank entschieden hat? Kim beeindruckte insbesondere das Konzept: ,,Jugendliche setzten sich für Projekte von Jugendlichen ein! Das klingt neu, aber erfolgversprechend!“
Schon in Schulzeiten setzte sich Kim als Streitschlichterin für eine friedlichere Stimmung in Ihrer Schule ein. Trotz ihrer bereits gesammelten Erfahrung ist die Aufregung über das FSJ groß, da sie ab sofort wichtige Arbeitsbereiche bei Youth Bank übernimmt. ,,Die Betreuung der Youth Banks und deren Mikroprojekte, die Öffentlichkeitsarbeit und die Unterstützung des Leitungsteams wird bestimmt eine Herausforderung für mich.“
Bereits zwei Wochen vor offiziellen Beginn des Freiwilligen Sozialen Jahres im politischen Leben hat sich Kim mit ihrer neuen Arbeitsstelle vertraut gemacht. Johannes und insbesondere Jan führen Kim in das Youth Bank Universum und in die Arbeit in der Bundesgeschäftsstelle ein. Zum 1. September ist Kim also bestens vorbereitet: „Ich freue mich auf ein aufregendes Jahr, in dem ich hoffentlich viele Jugendliche bei ihren Projekten unterstützen und begleiten kann!“
Bei Fragen steht Kim ab sofort unter kim.salm@youthbank.de oder (030) 290 468 12 zur Verfügung. Auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit!

Juni 2011: Thomas Hofmann gestaltet Frisbees, Banner und Broschüren. Haupt-amtlich studiert er Kommunikations-design an der Fachhochschule Potsdam.

zoom des monats Was hilft es, einzigartig zu sein, wenn uns keiner kennt? Das dachte sich das Berliner Büroteam und suchte sich einen professionellen Designer. Über einen Kontakt fand Thomas Hofmann, 28 Jahre alt und gelernter Mediendesigner, zu Youth Bank und gestaltet nun Öffentlichkeitsmaterialien, um neue Projektemacher_innen, Youth Banker_innen und Unterstützer_innen kreativ anzusprechen.

Seit 2004 erstellt Thomas unter dem Namen T-SIGN (Nonconform Artwork & Design) professionelle Corporate Designs für kommerzielle und gemeinnützige Zwecke. Zuerst sammelte er Erfahrungen im Rahmen von Praktika, dann innerhalb seiner Ausbildung zum Mediendesigner, jetzt studiert er Kommunikationsdesign und lässt seiner Kreativität in verschiedenen Projekten freien Lauf. Auf seinem Blog http://thdsign.bplaced.net/wordpress/ zeigt er einige Beispiele und schreibt über sich selbst: “Ich arbeite mit Vorliebe an Projekten, die sich vom Schein der schönen und heilen Welt abwenden und stattdessen auf provokanter Ebene mit der unbequemen Wahrheit der Dinge kollidieren.“ Wahr ist, dass eine Vielzahl von Jugendlichen gute Ideen haben und Verantwortung übernehmen wollen. Auch wenn das manche Erwachsene nicht wahrhaben wollen und lieber selbst das Zepter in die Hand nehmen. „Schock Deine Eltern – engagier‘ Dich für Jugendliche“ steht auf den im letzten Jahr gedruckten T-Shirts.

In diesem Sommer gestaltet Thomas gemeinsam mit Youth Banker_innen ein neues Werbebanner sowie die Broschüre über den Youth Bank Tag. Sein erstes Produkt ist ein voller Erfolg: Weiße und blaue Frisbees mit der Aufschrift „Bring Bewegung in Dein Leben!“ oder „Schwung für Deine Ideen!“ haben bereits bei der Pfingstakademie Jugendbeteiligung großen Anklang gefunden und knapp 100 Jugendliche auf Youth Bank aufmerksam gemacht. Ohne die professionelle und schnelle Arbeit von Thomas wäre dies nicht möglich gewesen. Vielen Dank und auf eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit!

Mai 2011: Martin Schwarz ist schon seit 2004 Youth Banker und hat den Youth Bank Tag ins Leben gerufen

zoom des monats Am 13.5.2011 fanden an verschiedenen Standorten im Youth Bank Netzwerk öffentlichkeitswirksame Aktionen statt. Nach dem Motto „Hier gibt es eine Youth Bank! Spenden Sie für Youth Bank! Her mit Euren Projektideen!“ machten Youth Banker in Ansbach, Berlin-Friedrichshain, Berlin-Hellersdorf, Essen, Frankfurt/Main, Halle und Wiesbaden auf sich aufmerksam. Die Idee für den Youth Bank Tag hatte Martin Schwarz, 20 Jahre, Youth Banker aus Ansbach und Vorstandsmitglied im Trägerverein.

Martin, wann schwirrte ein bundesweiter Aktionstag das erste Mal in Deinem Kopf?
Martin: Ich war im letzten Spätsommer in Berlin auf einem Workshop zum Thema Fundraising bei der Preisverleihung von Jugend Hilft! Dort habe ich die Idee bekommen und diskutiert. Auch danach fand ich das Konzept noch schlüssig und einfach zu organisieren. Und weil wir dringend lokale und bundesweite Partner suchen, habe ich auf dem Netzwerktreffen in Wiesbaden eine Arbeitsgruppe initiiert.

Und dann habt Ihr sogar Fördermittel für die lokalen Aktionen beantragt, richtig?
Martin: Genau, Jugend Hilft! und die Doris-Wuppermann-Stiftung unterstützen uns und machten die Realisierung möglich. Darüber hinaus gestalten wir gerade eine Broschüre mit Fotos und Texten vom bundesweiten Aktionstag. Diese wollen wir unseren Partnern und potentiellen Förderern geben, um zu zeigen: „Hier engagieren sich Jugendliche – das Netzwerk lebt!“ Es lohnt sich also uns zu unterstützen!

Wie ist denn der Youth Bank Tag 2011 aus Deiner Sicht gelaufen?
Martin: Ich bin wirklich zufrieden mit dem ersten Aktionstag in unserer Geschichte. Sieben Aktionen über Deutschland verteilt können sich sehen lassen. Das Konzept hat sich bewährt, im nächsten Jahr wollen wir an unsere Erfahrungen anknüpfen und die Idee weiter ausbauen! Das Ziel, beim Youth Bank Tag viele Spenden einzunehmen, ist eventuell zu hoch gesetzt. Aber Öffentlichkeit konnten wir lokal gut schaffen. Wir überlegen, im nächsten Jahr einen Staffellauf von Youth Bank zu Youth Bank zu veranstalten. Ich könnte mir auch langfristig gut vorstellen, eine internationale Youth Bank Konferenz an diesem Tag zu organisieren.

Ich merke schon – an Ideen mangelt es nicht! Zum Schluss musst Du uns noch verraten, seit wann Du ehrenamtlich aktiv bist.
Martin: 2004 habe ich angefangen in der Youth Bank Ansbach, vorher war ich schon Schülervertreter und im BASS e.V. Vor zwei Jahren bin ich in den Vorstand des Youth Bank Deutschland e.V. gewählt worden. Dann kann ich auch von Bayreuth aus, wo ich jetzt studiere, bei Youth Bank mitmachen. Oder hier vielleicht bald eine neue Youth Bank gründen…

April 2011: In Expertengesprächen wurden wichtige Fragen zu Datenschutz, Kooperationsverträgen, Personal-führung u.v.m. diskutiert

zoom des monats Welche Punkte müssen zwingend in Kooperationsverträgen enthalten sein? Mit welchen Methoden und Instrumenten führe ich ein Team? Welche Datenschutzbestimmungen gelten für Websites und Newsletter?

Diese und viele weitere Fragen wurden dem Verein Youth Bank Deutschland an zwei Tagen im März 2011 von Experten des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens KPMG in persönlichen Gesprächen beantwortet. Möglich gemacht hatten dieses großzügige Angebot Oliver Beyhs, Partner bei KPMG und Youth Bank Unterstützer, sowie Stefanie Wismeth, die Corporate Responsibility (CR)-Verantwortliche des Unternehmens.

„Wir müssen uns als junger Verein in die verschiedensten Gebiete schnellstmöglich einarbeiten. Das ist eine Herausforderung. Nun hatten wir die Gelegenheit, uns an wichtigen Stellen weiter zu qualifizieren“, freut sich Geschäftsführer Johannes Raffel. Im Vorfeld hatte das Leitungsteam des Vereins die Themen gesammelt, die einer dringenden oder nachhaltigen Klärung bedurften. Datenschutz, Eventmanagement, Pressearbeit, Arbeits- und Kooperationsverträge sowie Personalführung wurden als zentrale Themengebiete ausgewählt. Viele neue Perspektiven und wertvolle Tipps erhielten Jan Bergner und Johannes Raffel aus dem Berliner Büroteam.

In insgesamt sieben Meetings stellten bereitwillige KPMG-Mitarbeiter ihr Know-How dem Verein zur Verfügung. „Uns liegt besonders am Herzen, unser Wissen an soziale Organisationen weitergeben zu können. Das hat mit den Youth Bankern hervorragend funktioniert!“ sagt Stefanie Wismeth, und bekommt kopfnickende Zustimmung von ihrer Kollegin Claudia Frenzel.

Mit neuem Wissen gerüstet und vielen Aufgaben im Gepäck kamen die Youth Banker zurück in die Schreinerstraße. Die Expertengespräche zeigen ein gelungenes Beispiel wie verantwortungsbewusste Unternehmen und gemeinnützige Organisationen gewinnbringend kooperieren können. Herzlichen Dank allen Ratgebern bei KPMG – und gerne wieder!

März 2011: Neue Gesichter im Büroteam! Die Berliner Geschäftsstelle bekommt Zuwachs – und das nicht zu knapp.

zoom des monats Insgesamt vier studentische Mitarbeiter wurden im März und April eingestellt, um die lokalen Jugendinitiativen und Mikroprojekte noch intensiver von der Berliner Geschäftsstelle aus begleiten zu können.

Anne kommt ursprünglich aus Bonn, hat Soziologie an der Universität Maastricht studiert und ist danach für ein Praktikum als Bildungsreferentin zu den Themen Gender und Sexualität beim Verein „ABqueer“ nach Berlin gekommen. Clara ist gerade dabei ihren Master in Osteuropastudien an der Freien Universität Berlin abzuschließen. Nebenbei bemüht sie sich, die Studentenschaft an ihrem Institut zu stärken und plant ein Schülerseminar zum Thema Migration. Anne und Clara sind sofort bei Youth Bank durchgestartet und haben bereits eine erfolgreiche Schulung für Projektwerkstatt-Moderatoren geleitet.

Michaela studiert Public Management mit der Vertiefung Marketing in Berlin. Praktische Erfahrungen u.a. bei der Organisation des Jugendkulturfestival „Resist to Exist“ sowie ihr wertvolles Know-How als ausgebildete Bürokauffrau kann sie besonders gut für die Buchhaltung einbringen. Matthias oder Matti will bald Lehrer für Sozialkunde und Deutsch werden. Doch bevor er Schüler an seinem Unterricht partizipieren lässt, engagiert er sich aufopferungsvoll für die deutsche Jugendbeteiligungsszene und deren bundesweite Strukturen. So ist er auch für Youth Bank unersetzbar und darf nun Mikroprojekte aus der Geschäftsstelle begleiten und unterstützen.

Viel Fachwissen, tolle Ideen und motivierte Gesichter – das Youth Bank Büroteam startet schwungvoll in den Frühling. Herzlich willkommen, C&A und M&M!

Februar 2011: Die Servicestelle Jugendbeteiligung ist Mutter und eine gute Freundin der Youth Bank Idee

zoom des monats Seit über einem halben Jahr teilen sich die jugendlichen Vereine Servicestelle Jugendbeteiligung (SJB) und Youth Bank Deutschland (YBD) ihr Büro in Berlin-Friedrichshain. Gemeinsam mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) hatte die SJB 2004 die Youth Bank Idee in Deutschland ins Leben gerufen. Sechs Jahre später zieht der neu gegründete YBD zu seiner Mutter ins Büro. Schon bald wurde klar – gemeinsam sind wir stärker durch gebündeltes Engagement für Jugendliche!

Nicht erst seitdem die Bürogemeinschaft ihre komplette Mittagspause vor der neuen Dartscheibe verbringt, tauschen sich die Organisationen über aktuelle Projekte, Veranstaltungen, Wettbewerbe und Fördertöpfe aus. Die Servicestelle Jugendbeteiligung schafft eine Plattform, mit deren Hilfe Jugendliche sich bewusst entscheiden können, ob und wie sie sich einbringen wollen. „Unser Ziel ist die Stärkung Zivilgesellschaft durch Jugendbeteiligung. Wir zeigen jungen Menschen ihre Partizipationsmöglichkeiten“ sagt Charlotte Ostermann, Freiwillige im Sozialen Jahr bei der SJB. Die Verknüpfung mit Youth Bank als ein gut geeignetes Beteiligungsmodell fällt dabei nicht schwer.

Vorstandsmitglied Matthias Köpke liegt besonders am Herzen, dass im Bereich des Jugendengagements keine Parallelstrukturen geschaffen werden. Eine Kooperation und die dadurch mögliche Fokussierung auf eigene Kernkompetenzen lohnen sich. Matti freut sich auf den gemeinsamen Einsatz von Jugendlichen für Jugendliche. Und natürlich auf die nächste Runde Dart. Frei nach dem Motto: Glück im Spiel, Erfolg in der Partnerschaft!

Januar 2011: Ob Facebook, Twitter oder YouTube - Youth Bank kommuniziert verstärkt im Social Web - dank Marcs Einsatz

zoom des monats Marc Hörcher ist schon lange bei der Youth Bank Essen aktiv. Jetzt bringt er sich im Rahmen des Social Media Teams verstärkt im Netzwerk ein.

Seit dem Netzwerktreffen in Wiesbaden Ende Oktober 2010 ist die Präsenz von Youth Bank in den sozialen Medien stark ausgebaut worden. Die treibende Kraft dahinter ist Marc Hörcher, Youth Banker aus Essen. Zusammen mit drei weiteren Youth Bankern bildet er das Social Media Team, das seit nunmehr drei Monaten die Aufstellung der Jugendorganisation im Internet vorantreibt. „Endlich hat Youth Bank eine aktive "gefällt mir"-Seite bei Facebook und einen Account bei Twitter,“ berichtet Marc.

Jugendliche aus dem Youth Bank Netzwerk und Interessierte können sich so unkompliziert über die Neuigkeiten und Entwicklungen rund um die Jugendbewegung auf dem Laufenden halten. Doch es geht um mehr als bloße Information: „Der Dialog mit den Nutzern ist uns ungemein wichtig, denn davon lebt Social Media schließlich!“ Marc freut sich über jede Aktivität – ob Klick, Kommentar oder Frage – und versucht, immer schnellstmöglich zu antworten. Neben Facebook und Twitter gibt es auch einen eigenen Youtube-Kanal, auf dem alle bisherigen Videos zur Youth Bank-Bewegung zu finden sind. In Zukunft soll dieses Angebot noch ausgebaut und um verschiedene Aktivitäten bereichert werden.

Die Arbeit im Social Media Team ist für Marc eine gute Möglichkeit, sich neben der lokalen Projektbetreuung in der Youth Bank Essen für das bundesweite Netzwerk zu engagieren, ohne sich an zeitaufwendige Posten wie Core Group oder Vereinsvorstand zu binden. Neben seinem Bachelorstudium (Germanistik und Geschichte) und seinem Nebenjobs als freier Zeitungsmitarbeiter ist Marc immer noch in der Lage, das zu machen, was Youth Bank für Ihn ausmacht: „vielen gemeinnützigen Projekten einen Anschub geben und so dabei zu helfen, Träume und Wünsche von jungen Menschen zu verwirklichen.“

Damit neben den vielen bereits geförderten Ideen auch noch weitere Jugendliche ihre Träume mit Youth Bank verwirklichen können, engagiert sich Marc im Social Media Team. „Denn nirgendwo sonst kann man innerhalb so kurzer Zeit so viele Menschen erreichen.“ Höchste Zeit, dass Youth Bank diese Möglichkeiten nutzt – dank Marc sind wir auf einem guten Weg. Weiter so!

Dezember 2010: Im Rahmen des Deutschen Engagementpreises wurde Youth Bank durch Bundesministerin Dr. Kristina Schröder ausgezeichnet

zoom des monats Hätte Youth Bank ein Maskottchen, wäre dieses Zoom des Monats Dezember geworden. Stellvertretend für das Youth Bank Netzwerk, das beim Deutschen Engagementpreis 2010 als Finalist für vorbildliches Engagement in der Kategorie Jugendengagement ausgezeichnet wurde. Im Namen des Bündnisses für Engagement gratulierten Herr Werner Ballhausen und Bundesministerin Dr. Kristina Schröder zu diesem Erfolg und bedankten sich für den herausragenden Einsatz von Youth Bankern für das Gemeinwohl. Zwar hatte Youth Bank am Ende den Publikumspreis nicht selbst gewonnen, wurde aber als eine von 20 Nominierungen aus 800 eingereichten Projekten geehrt. Geschäftsführer Johannes Raffel nahm den Preis, überreicht durch Werner Ballhaus vom Bündnis für Engagement, stellvertretend für die Youth Bank Bewegung entgegen.

Das Bündnis für Engagement, ein Zusammenschluss großer gemeinnütziger Dachverbände, verlieh den Deutschen Engagementpreis 2010 am 4. Dezember im Radialsystem Berlin. Den Publikumspreis erhielt der Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland e.V., der sich für den interkulturellen und interreligiösen Dialog einsetzt. In der diesjährigen Schwerpunktkategorie Jugendengagement wurden die Mitglieder des Vereins Schüler Helfen Leben ausgezeichnet, die sich für Schülerbeteiligung in Deutschland und soziale Projekte auf dem Balkan einsetzen. Herzlichen Glückwunsch!